THS

WIE ICH MEINE LEIDENSCHAFT ZUM BERUF MACHTE

Name: Tabea Büldt

Alter: 29

Familienstand: ledig

Schulische Vorbildung: Master of Arts

 

  1. WAS SIND DEINE BEGABUNGEN UND STÄRKEN?

    Eine meiner Stärken ist auf jeden Fall Kreativität. Ich würde mich generell als offen und kommunikativ beschreiben. Auch als jemand der humorvoll, liebevoll und hilfsbereit ist. Ich denke, mit etwas tieferem Wissen, könnte ich mir vorstellen, dass ebenfalls der Bereich der Seelsorge zu meinen Stärken gehören könnte.

  1. WAS WAR DEIN BERUFSWUNSCH VOR DEINER BEKEHRUNG? WAS WAR DEINE LEIDENSCHAFT?

    Ich wollte schon von klein auf Evangelistin werden. Meine Leidenschaft für diesen Beruf wurde mir schon in die Wiege gelegt. Das hat sicherlich auch mit meiner Erziehung zu tun.

  1. WIE BIST DU VON DEINEN ELTERN UND DEINEM ZUHAUSE GEPRÄGT WORDEN?

    Christlich und vor allem mit einer Frohnatur-Mentalität, die die Kölner so an sich haben. So war es irgendwie immer unser Familien-Motto, dass alles zum Besten dient, gemäß der kölschen Grundgesetze: „Et es wie et es“, „Et kütt wie et kütt“, „Et hätt noch emmer joot jejange.“

  1. WANN UND WIE HAST DU DICH BEKEHRT? WIE KAM DANN DER SINNESWANDEL, PASTOR ZU WERDEN? GAB ES EINE BESTIMMTE SITUATION ALS AUSLÖSER?

    Ich wollte schon immer in den vollzeitlichen Dienst. Die Vorstellung in eine pastorale Richtung zu gehen, hat sich erst vor zwei Jahren in mir breitgemacht. Den Anschub gab hier meine Schwester, die mich auf einer Konferenz anschaute und meinte „Ich kann mir dich gut als Pastorin vorstellen.“

    Ich setzte mich damit auseinander und schob es zunächst zur Seite, bis Gott mich zur THS rief.

  1. HAST DU NICHT SORGE, ALS PASTOR EIN ZIEMLICH LANGWEILIGES UND ANSTRENGENDES LEBEN ZU FÜHREN? VERZICHT, HOHE MORALISCHE ANSPRÜCHE, STÄNDIG NERVENDE MENSCHEN ODER SOGAR ARBEITSLOSIGKEIT?

    Ich bin grundsätzlich ein Mensch, der nicht der größte Fan von einem geregelten Alltag ist. Das bezieht sich auf alle Bereiche in meinem Leben. Ich bin vielmehr Feuer und Flamme, wenn ich das Gefühl habe, dass ein Abenteuer ruft. Aber Alltag kehrt nun mal ein und ist sicherlich gut, auch im pastoralen Beruf. Ich glaube aber, dass ein Leben mit Jesus – egal was du beruflich etc. machst –  nicht monoton ist. Vielmehr gibt er deinem Leben immer wieder Würze und bietet dir an, mit ihm zu wachsen.

  1. KANNST DU ALS UNTERNEHMER ODER POLITIKER NICHT GENAUSO EFFEKTIVE DAS REICH GOTTES BAUEN, WIE ALS PASTOR?

    Ja natürlich! Es ist zwar ein komplett anderes Arbeitsfeld, aber jeder Mensch ist dazu berufen, Reich Gottes zu bauen. Dabei kommt es in erster Linie nicht auf den Beruf an.

  1. IN DER THS-AKADEMIE BEKOMMST DU EINEN REALEN EINBLICK IN DEN ALLTAG EINES PASTORS – WIE SIEHT DER AUS? WAS MAGST DU BESONDERS DARAN UND WAS NICHT?

    Ich mag am Alltag des Pastors vor allem, dass man das Privileg hat Menschen zu begleiten, in ihr Leben hineinzusprechen und zu sehen wie Gott sie verändert.

  1. WAS MUSS EIN ANGEHENDER PASTOR UNBEDINGT LERNEN?

    Er muss ein tiefes Vertrauen zu Gott entwickeln, den Klang seiner Stimme kennenlernen und vor allem lernen, dass die Kraft und die Energie für den Dienst – und natürlich auch die anderen Lebensbereiche – aus Gott kommen sollte.

  1. VIELE PASTOREN TRÄUMTEN VON DEM GROSSEN DURCHBRUCH UND GEMEINDEWACHSTUM UND SIND ENTTÄUSCHT WORDEN. EINIGE SIND SCHON AUSGESTIEGEN. WORAN LIEGT DAS DEINER MEINUNG NACH

    Eine pauschalisierte Antwort scheint mir unangemessen; jeder Pastor ist unterschiedlich, demnach auch die Gründe vielfältig. Aber Wachstum ist das Ziel einer jeden Gemeinde. Daher kann ich mir gut vorstellen, dass es frustrierend ist, wenn man dieses nicht erreicht.

  1. WARUM HAST DU DICH ENTSCHIEDEN, BEI DER THS-AKADEMIE DEINE AUSBILDUNG ZU MACHEN UND NICHT AN EINER ANDEREN THEOLOGISCHEN HOCHSCHULE?

    Die Antwort ist in diesem Fall sehr einfach: Gott wollte, dass ich an der THS bin und nicht woanders.

    Nach der Abgabe meiner MA-Thesis war ich mir unsicher, was ich machen möchte. Auf meinem Herzen war immer der vollzeitliche Dienst und dann ging alles schnell. Ich stieß im Internet auf die THS-Akademie, nahm mit Inga Kontakt auf und wusste vom ersten Moment an, dass ich nach Bingen soll. Hals über Kopf war ich dann eine Woche nach Abgabe der Thesis an der THS.

  1. WAS HAST DU BISHER AM MEISTENS GELERNT? WO HAST DU DICH DURCH DIE AUSBILDUNG VERÄNDERT?

    Ich merke vor allem, dass ich mich charakterlich verändert und mich besser kennengelernt habe. So waren bspw. überhöhte Ansprüche immer ein großer Teil in meinem Leben, sie haben mich getrieben und in vielen Situationen bestimmt.

    Das steigende Wissen darüber, wie ich selbst ticke und wie Gott mich sieht, führen mich Stück für Stück in eine neue Freiheit.

    Und so gibt es noch einige weitere Beispiele, die sich bei mir seit der Ausbildung verändert haben.

  1. WENN DU DIR EINE TYPISCHE WOCHE IN 10 JAHREN VORSTELLEN WÜRDEST – DU DARFST GANZ WILD TRÄUMEN – WIE SÄHE SIE AUS?

    Meine typische Woche in 10 Jahren wird hoffentlich folgende Elemente enthalten:

    • predigen
    • Menschen von Jesus erzählen und sie zu Jesus führen
    • sehen wie Menschen gesund und frei werden
    • ausreichend Zeit für Familie

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