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WIE FÜHRE ICH EINEN MENSCHEN ZU JESUS?

Es ist einfach schade, dass soooo viele Christen noch nie einen Menschen zu Jesus geführt haben, obwohl es meiner Meinung nach das allerschönste Erlebnis auf der Welt ist!

Warum ist es so schwer?

Stell dir folgendes vor: Ein Millionär will dir eine Million Euro verkaufen! Ups…das klingt schon komisch, oder? Wie kann ich denn Geld verkaufen? Das ist doch Schwachsinn. Wenn ich dir 5 Euro verkaufen, verlange ich von dir 5 Euro, weil es so viel wert ist.

Außerdem: Wer mir eine Million Euro verspricht, ist suspekt. Finde ich.

Das ist das Problem.

Gott ist für mich der größte Reichtum den es gibt und ich will diesen Reichtum einem anderen schenken. Es ist das Leben in Fülle. Aber eigentlich gibt es das nicht geschenkt. Das weiß ich und das merkt mein Gegenüber auch sofort. Es kostet dich dein Leben und das ist teuer.

Und außerdem: Leben in Fülle? Das soll es geben? Skepsis.

Der Glaube an Gott ist „teuer“, aber er bringt REAL einen unbezahlbaren Reichtum mit sich. Und das kann JEDER Mensch erleben. Hautnah.

Das muss ich einem Menschen klar machen.

Aber wie? Hier 4 einfache Schritte:

  1. Deine Glaubwürdigkeit

Du musst deine Glaubwürdigkeit zeigen.

Glaubwürdigkeit ist nichts anderes als Vertrauen in folgende drei Punkte:

  1. Du bist Fachmann auf deinem Gebiet
  2. Du wendest das „Produkt“ selbst in deinem Leben an
  3. Du willst für deinen Gegenüber nur das Beste.

Wie stellst du diese drei Punkte unter Beweis?

Viele machen es meiner Meinung nach zu kompliziert. D.h. sie denken, der andere muss einen Christen (also mich als Christ) erst einmal über Monate und Jahre kennenlernen. Dann muss der Christ dem anderen erst einmal mehrmals praktisch geholfen haben und dann muss der „Nicht-Christ“ ganz von selbst darauf kommen, das „Produkt“ (sprich Gott) haben zu wollen.

Ok, ich will es einfach ehrlich sagen: Das ist völliger Quatsch, wenn nicht sogar sündhaft und noch mehr:

Es stürzt unglaublich viele Menschen ins Verderben, weil diese Menschen nicht die Möglichkeiten bekommen, ihre Rettung kennen zu lernen.

Weder Jesus noch ein anderer Apostel hat das so gemacht.

Jesus und die Apostel haben meistens nur 1-2 Stunden gebraucht, um einem oder vielen Menschen das Evangelium zu „verkaufen“. Gute Nachricht: Du brauchst auch nicht länger. Und der „Kunde“ muss auch kein guter Freund sein – du kaufst ja auch nicht nur bei deinen Freunden ein, oder? Manchmal ist es sogar hinderlich, denn Freunde sollen erstmal Freunde sein und keine Verkäufer.

Wie zeige ich in 10 Minuten meine Glaubwürdigkeit?

Indem du sie erklärst. Mit Worten.

Ich: „Hey, wie heißt du? … Woher kommst du? …. Total schön, dass wir uns hier treffen! War dein Tag heute gut?“

(Es könnte plump klingen, aber vertrau drauf, dass der Heilige Geist dir die Ausstrahlung gibt, die du brauchst. Jesus hat das sogar versprochen:

Matthäus 10: Habt keine Angst, was ihr den Menschen sagen sollt, der Heilige Geist wird es euch eingeben.

Damit zeigst du, dass du dich für den anderen interessierst und ihm etwas Gutes willst! 🙂

Ich heiße Inga, ich bin seit 30 Jahren leidenschaftlich Christ. Es hat mein Leben auf ein neues Level gebracht, so sehr, dass ich auf keinen Fall mehr ohne Gott leben will.“

(Ich habe in diesen zwei Sätzen gezeigt, dass ich selber „Kunde“ und „Fachmann“ zugleich bin!)

Es kann dich also ein paar wirklich interessierte Fragen und nur zwei weitere Sätze kosten, bis du deine Glaubwürdigkeit gezeigt hast.

Wenn du noch wissen willst, ob Jesus diese „Methoden“ angewandt hat, dann solltest du in Johannes 3 das Gespräch mit der Samariterin durchlesen. Jesus ist der KRACHER! Er ist mein absolutes Vorbild.

So, nun aber zum eigentlichen Kern: Der Mensch soll Jesus kennen lernen und ihn in sein Leben lassen.

  1. M&N: Merkmale und Nutzen vom christlichen Glauben

Ok, hier war ich früher echt eine Nervensäge. Ich gebe es zu. Ich dachte, ich müsste den Menschen ALLES erklären. Von Adam und Eva, Jesus, Dämonen, Kirche, Offenbarung, Himmel und Hölle. Ich habe die Menschen früher so zugeschwallt, dass es meines Erachtens nach ein Wunder ist, dass sich so viel Menschen bei mir bekehrt haben.

Aber gleichzeitig ist es auch eine echte Ermutigung für dich: Selbst wenn deine Erklärungen in deinen Augen schwach sind, kann der Heilige Geist durch dich wirken! GANZ SICHER.

Wann wirkt der Heilige Geist NICHT?

Wenn du NICHTS sagst.

Gut, ich habe aber viel gelernt. Das Evangelium braucht nicht länger als 10 Minuten. Es darf auch mal ein 1-2 Stunden Gespräch sein. Je nach dem, wie viel Zeit der andere dir geben will.

Erste wichtige Erkenntnis: Du brauchst NICHT die ganze Geschichte zwischen Mensch und Gott und deine eigene Geschichte und alle Gebote erklären.

Es reichen folgende zwei Infos:

  1. Was sind die drei markantesten Merkmale von deinem Gott?
  2. Welchen Nutzen hat Gott für deinen Gegenüber?

Das kann praktisch dann so aussehen:

Ich: „Wärst du bereit, dich 5 Minuten drauf einzulassen, diesen Gott selbst zu erleben?

(5 Minuten? Ich kann ihn erleben? Wow … ok, dafür habe ich Zeit!)

Der Gott, an den ich glaube, hat diese Erde und vor allem auch dich geschaffen.  Er hat dich mit einem Plan geschaffen. Er will unbedingt eine richtig gute und tiefe Beziehung zu dir, so, dass du richtig mit ihm reden kannst.

Wenn er hier mit dir reden würde, welche Frage hättest du an ihn?“

Mensch: „Puh, also, warum gibt es so viel Leid auf der Welt?“

Ich: „Sehr gute Frage – darüber spricht die Bibel so oft und das ist wohl die brennendste Frage von uns Menschen an Gott.

Zwei Gründe gibt es dafür:

  1. Gott hat den Menschen mit einem freien Willen geschaffen, damit er ein ebenbürtiger Gegenüber ist und sich auch aus freien Stücken mit ganzem Bewusstsein für oder gegen Gott entscheiden kann.
  2. Neben Gott gibt es auch das Böse – die Bibel nennt ihn Satan. Er will Gottes Werk zerstören.

Nun, der Mensch hat sich tatsächlich schon ganz früh entschieden: „Ich will keinen Gott über mir – ich will mein eigener Herr sein! Ich will SELBST entscheiden, was Gut und was Böse ist.

Mit dieser Entscheidung hat er sich von Gott abgewandt und da es keine „neutrale Zone“ gibt, kam er automatisch in den Bereich des Bösen.

Woran merke ich, dass das Böse ein eigenständige Macht ist?

Die Bibel hat eine schöne Beschreibung dafür: Der Mensch weiß zwar, was Gut ist, aber oft tut er das Böse. Er will das Böse nicht tun, und tut es dann doch. (Römer 7)

Das zeigt, dass das Böse auf den Menschen eine sehr starke Anziehungskraft hat. So stark, dass der Mensch sogar darin gefangen sein kann.

Kennst du bestimmt, oder?

Und genau deshalb gibt es das Leid. Ich schätze, dass 80 % aller Leiden direkt von Menschen verursacht werden. Die restlichen 20 % Naturkatastrophen und Krankheiten sind oft sogar indirektes Verschulden der Menschen durch ungesunder Ernährung oder Umweltverschmutzung.

Was denkst du dazu?

(Wichtig: Wenn du länger einen Sachverhalt erklärt hast, dann frage bitte, bevor du wieder das nächste Thema anschneidest, was die Gedanken deine Gegenübers dazu sind?)

Dann ich: „ Und die Lösung? Was für eine Lösung könnte Gott deiner Meinung nach haben?“

(Es macht so viel Freude, nicht immer selbst die Antwort zu geben, sondern deinen Gegenüber zu fragen, was er an Gottes Stelle machen würde – das gibt Überraschungen.)

Mensch: „Äh, ja …. ich würde den Menschen klarmachen, dass er meinen Anweisungen folgen soll! Aber ich würde so reden, dass er es hört!“

Ich: „RICHTIG! Genau das macht Gott. Deshalb hat er erst mal Jesus geschickt, damit der die Sache mit Gott richtig klar und deutlich  macht. Jesus steht für all unsere Fehler gerade – da ist ja so viel schief gelaufen und wir brauchen erst mal diese Freiheit von der Macht des Bösen. Diese Aufgabe erledigt Jesus. Und er zeigt uns, wie Gott sich einen Menschen optimal vorgestellt hat.

UND: Heute erklärt dir das Gott ganz laut und deutlich – durch mich!“

An dieser Stelle ist dein Gegenüber oft ziemlich ruhig. Das ist völlig neu für ihn. Er braucht etwas Zeit und die solltest du ihm geben.

Gesprächpausen.

Fragen helfen, wie: „Was denkst du dazu?“

Lass ihn einfach seine ersten, groben Gedanken äußern, ohne direkt wieder drauf einzugehen. Lass ihn seine Gedanken loswerden. Das befreit und macht ihn offen, den nächsten Schritt zu erleben: Gott noch persönlicher kennerzulernen.

3. Die praktische Umsetzung

Biete eine praktische Umsetzung an. In der Fachsprache heißt das: „Call to Action!“

Du kannst Gott erleben!

Hier biete ich meinem Gegenüber zwei Möglichkeiten an:

  1. Du kannst jetzt oder zu hause einfach anfangen, jeden Tag mit Gott zu reden. Fang an, ihm deine Gedanken und Probleme zu erzählen. Du wirst merken, dass da jemand ist und du NICHT gegen eine Wand sprichst. Du kannst ihn einfach um Dinge oder um Hilfe bitten und du wirst erleben, wie er antwortet.
  2. Ich kann JETZT für dich beten. Du wirst dann spüren, wie Gott da ist.

Letztens habe ich für einen Wirt in einem Gasthaus gebetet, der so verbittert aussah und halbseitig gelähmt durch sein Lokal schlürfte, um Bier zu verteilen.

Ich bin einfach hin und habe ihn gefragt, ob ich für ihn beten darf, denn ich glaube an einen Gott, der heilt.

Es war HIMMLISCH. Er war total bewegt und stellte noch einmal klar, dass er WIRKLICH gelähmt sei – durch einen Schlaganfall (also nicht einfach nur ein Schnupfen, der vielleicht leichter zu heilen wäre).

Dann habe ich gebetet und die anderen Gäste schauten mir dabei aufmerksam zu. Leider wurde er nicht spontan geheilt, ABER sein Gesicht STRAHLTE. Er bedankte sich mehrmals und ich merkte, wie Gottes Gegenwart da war.

Ich erklärte ihm noch mal, dass er zu Hause einfach anfangen soll, mit Gott zu reden und in der Bibel zu lesen.

Er nickte: „Jo, dat probiere ich mal … dange schön … dange schön!“

Ihr Lieben, ihr müsst das UNBEDINGT mal ausprobieren. Es ist ein bisschen wie schwimmen. Das erst Mal, wenn ein kleines Kind ins Wasser soll, dann quietscht und schreit es meistens. Wenn es dann 3-4 Mal im Wasser war, dann will es meistens nicht mehr raus.  Und so ist das mit dem „Menschen zu Jesus führen“.

Spring rein. Mindestens 4 Mal. Und dann genieße es, darin zu baden. Regelmäßig.

Fragen und Erfahrungen bitte in die Kommentarleisten unten einfügen – ich freu mich auf euch.

Liebe Grüsse

Inga

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