THS

SO ENTBRANNTE MEINE LEIDENSCHAFT FÜR JESUS!

Name​: ​Julia Ahlers

Alter​: 22

Schulische​ ​Vorbildung​: Sekundarabschluss 2// Ausbildung zur Drogistin

 

1. WAS SIND DEINE BEGABUNGEN UND STÄRKEN?

Organisieren, Kreativität, Musik, Offen auf Menschen zugehen, Ermutigen, Lehren,  Guter Humor, Zielstrebigkeit

2. WAS WAR DEIN BERUFSWUNSCH VOR DEINER BEKEHRUNG? WAS WAR DEINE  LEIDENSCHAFT?

Ich bin eigentlich schon bekehrt seit ich 12 bin. Allerdings kann man sagen, dass ich dort noch nicht diese intensive, persönliche Beziehung zu Jesus hatte. Ich hatte  meine Ausbildung schon hinter mir als ich Jesus nochmal neu und zu 100% mein  Leben gab. Der Wunsch mehr für ihn zu tun war schon länger da, aber erst mit  diesem Wechsel kam auch die neue Berufung.

3. WIE BIST DU VON DEINEN ELTERN UND DEINEM ZUHAUSE GEPRÄGT WORDEN?

Ich bin in einem nicht-christlichen Elternhaus groß geworden. Am meisten geprägt hat mich meine Oma, die mich mit zur Gemeinde genommen und mich ermutigt hat. Meine Eltern haben sich getrennt als ich 12/13 war. D.h ich hab kein vorbildliches Bild von Familie gehabt und wusste auch nicht wie man Glaube im Alltag lebt.

4. WANN UND WIE HAST DU DICH BEKEHRT? WIE KAM DER SINNESWANDEL, PASTOR ZU  WERDEN? GAB ES EINE BESTIMMTE SITUATION ALS AUSLÖSER?

Meine “Bekehrung” war mehr ein Prozess. Ich hab mich schon früh entschieden, dass ich an Jesus glaube und alles für mich annehmen will, aber wirklich danach zu leben kam erst viele Jahre später. Ich hatte wie gesagt kein Vorbild. Christliche Konferenzen haben mein Herz sehr bewegt und Ketten in mir aufgebrochen und als ich eine Zeit lang sehr verzweifelt war, weil alle menschlichen Beziehungen anscheinend zerbrochen  (familiäre, freundschaftliche und Liebesbeziehungen) habe ich mich auf den Knien an Gott gewandt. Der Sinneswandel kam dann und ich war für ein Missionsjahr in Australien, aber auch das war nicht mehr genug. Mein jetziger Mann und ich haben dann entschieden, dass wir gemeinsam 100% für Gott geben wollen und so hat Gott die THS für uns gemeinsam immer wieder bestätigt.

5. HAST DU NICHT SORGE, ALS PASTOR EIN ZIEMLICH LANGWEILIGES UND ANSTRENGENDES LEBEN ZU FÜHREN? VERZICHT, HOHE MORALISCHE ANSPRÜCHE, STÄNDIG NERVIGE MENSCHEN ODER SOGAR ARBEITSLOSIGKEIT?

Langweilig und anstrengend in einem Satz? ?  Nein, nicht eine Sekunde denke ich das. Für Gott zu arbeiten ist wohl so ziemlich das Spannendste was man machen kann, wenn man daran glaubt, dass Gott nicht langweilig und verstaubt ist, sondern lebendig und kraftvoll. Es wird mit Sicherheit auch mal anstrengend und es gibt auch hier und da  Menschen mit den man nur schwer umgehen kann, aber Gott schenkt mir immer  wieder die Liebe dafür, was ich in meinem früheren Beruf nicht immer behaupten
konnte.

Nicht, weil er mir keine Liebe für die Menschen geben wollte, sondern weil ich ihn nicht danach gefragt habe.

Ich glaube auch nicht, dass ich oder wir uns Sorgen machen müssen. Es lohnt sich ja doch nicht. Oder dass wir zwingend auf etwas verzichten müssen. Gott hat uns auch finanziell immer wieder versorgt. Er wird es auch weiter tun, wenn wir ihn an Platz Nr.1 stellen.

6. KANNST DU ALS UNTERNEHMER ODER POLITIKER NICHT GENAUSO EFFEKTIV DAS REICH GOTTES BAUEN WIE ALS PASTOR?

Ja, auf jeden Fall! Leider wird man aber in der Wirtschaft und Politik schnell  betriebsblind. Man muss ja dennoch gewissen Anforderungen gerecht werden. Aber  dass heißt nicht, dass man nicht mindestens genauso effektiv sein könnte. Es geht  immer darum, Menschen mit der Liebe Jesu vertraut zu machen.

Wo könnte man das besser als dort, wo die meisten Menschen sind, die ihn noch nicht kennen!

Mein  Schwiegervater ist Unternehmer und man merkt in seinem Unternehmen, dass etwas anders ist, weil Jesus dort eine Rolle spielt. Ich wünsche mir sogar, dass Gottes Liebe  noch so viel mehr Raum in Unternehmen, Schulen und Politik einnimmt.

7. IN DER THS-AKADEMIE BEKOMMST DU EINEN REALEN EINBLICK IN DEN ALLTAG EINES  PASTORS – WIE SIEHT DIESER AUS? WAS MAGST DU BESONDERS DARAN UND WAS NICHT?

Schwer zu sagen. Gefühlt hat man als Pastor auch viele verschiedene Arbeitsbereiche. Ich mag aber vor allem, dass man so viel mit Menschen zu tun hat. Man darf so viel aus dem Leben anderer Menschen mitbekommen und wie Gott sie verändert.

Ich glaube es kommt auch drauf an, was für eine Art von Gemeinde man hat und welchen Fokus diese Gemeinde verfolgt.

8. WAS MUSS EIN ANGEHENDER PASTOR UNBEDINGT LERNEN?

Ich denke besonders wichtig ist, dass man lernt demütig zu sein. In modernen Kirchen werden die Pastoren oft auch sehr gehypt. Jesus selbst sagte: Er kam nicht, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen. Als angehende/r Pastor/in muss ich aufpassen, dass mein Herz nicht stolz wird. Außerdem finde ich es wichtig, sich seine Identität in Gott zu kennen.

Wer für Gott all In gehen will, der wird vom Teufel  angegriffen und er wird probieren, dich nieder zu machen.

Damit muss man rechnen. Es ist wichtig zu wissen, was Gott sagt, wer du bist! Dazu gehört eine intensive,  konstante Beziehung zu Gott, damit man versteht, dass er einen liebt und so kann ich mich auch selbst lieben und erst dann bin ich in der Lage, all die Menschen zu lieben, die Gott mir in meinem Dienst anvertraut.

9. VIELE PASTOREN TRÄUMEN VOM GROSSEN DURCHBRUCH UND GEMEINDEWACHSTUM  UND WERDEN ENTTÄUSCHT. EINIGE STEIGEN AUS. WORAN LIEGT DAS DEINER MEINUNG NACH

Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Es gibt bestimmt auch da verschiedene Gründe. Aber wie schon erwähnt: Der Teufel wird immer angreifen. Er wird alles tun, um diese Arbeit zu unterbinden. Ich glaube, dass es viele Gute Ideen und Visionen gibt, die man umsetzen kann. ABER die Frage ist, ob es, in dem Rahmen in dem man sich befindet, auch Gottes Ideen und Visionen sind. Alles beginnt im Gebet und wenn ich  den Traum habe, z.B eine Gemeinde zu bauen, dann werde ich immer erst Gott fragen, was meine nächsten Schritte sind.

10. WARUM HAST DU DICH ENTSCHIEDEN, BEI DER THS-AKADEMIE DEINE AUSBILDUNG  ZU MACHEN UND NICHT AN EINER ANDEREN THEOLOGISCHEN HOCHSCHULE?

Es gibt viele gute Schulen und Ausbildungen. Mein Mann und ich hatten aber das starke Gefühl, dass es zur THS geht. Ich denke, dass wir hier ganz richtig sind, weil die THS nicht einfach nur theologische Grundlagen vermittelt, sondern Leiter ausbildet bzw. weiter fördert. Wenn man von sich selber nicht sagen kann, dass man gerne leitet, dann gibt es bestimmt erstmal bessere Schulen oder Seminare. Außerdem ist das duale System für uns ein großes PRO gewesen. Nochmal 3 Jahre nur die Schulbank drücken wäre für uns weniger eine Option gewesen. Ich bin ein “Macher” und so liebe ich die Tatsache, mich auch richtig in meine Gemeinde einbringen zu können.

11. WAS HAST DU BISHER AM MEISTENS GELERNT? WO HAST DU DICH DURCH DIE  AUSBILDUNG VERÄNDERT?

Ich glaube, dass ich mich einfach enorm angespornt fühle, weiterhin alles für Jesus zu geben, weil ich so unendlich viel zurück bekomme. Es ist ermutigend zu wissen, dass viele andere mit mir diese Ausbildung machen und alle für Gottes Reich brennen. Ich fühle mich durch die Ausbildung einfach auch gefestigter.

Ich laufe nicht nur blind auf irgendwas los weil ich Gott dienen will, sondern ich bekomme so viel Wissenswertes an die Hand, um dann in der Lage zu sein, alles später umzusetzen und wirklich diese  Durchbrüche zu erleben.

12. WENN DU DIR EINE TYPISCHE WOCHE IN 10 JAHREN VORSTELLST – DU DARFST GANZ  WILD TRÄUMEN – WIE SÄHE SIE AUS?

Ich stelle mir vor, dass wir bis dahin eine Gemeinde bzw einen Campus leiten. Ich  wünsche mir, dass wir viele Events wie Konferenzen u.Ä. haben werden, zu denen viele Menschen kommen und persönliche Durchbrüche erleben. Das will alles geplant sein ?

Außerdem wünsche ich mir enge Vernetzungen mit der Stadt zu Schulen, Unternehmen, Stadtfeste was auch immer. Ich stelle mir vor, wie die Menschen die Gemeinde genau kennen und es nur mit positiven Dingen verbinden. Dass sie ihre Kinder dort hinschicken, weil wir eine super Kinder- und Jugendarbeit haben werden. Unsere Räumlichkeiten werden wir vermieten, damit Unternehmen ihre Tagungen dort abhalten können und wir sie mit unserer Unterstützung segnen können. Dass wir bei Veranstaltungen der Stadt immer dabei sind und auf Bühnen Jesu Liebe und Rettung vermitteln können. Ganz persönlich kann ich mir auch noch Frauen- und Paararbeit vorstellen. Man merkt, ich hab viele Wünsche und Ideen und da werde ich mich selbst wieder  erinnern, dass ich das alles mit Gott bespreche und dann sehe, was die nächsten Schritte sind.

 

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