THS

SO ENTBRANNTE MEINE LEIDENSCHAFT FÜR JESUS

Name: Dominik Öttinger

Alter: 21

Schulische Vorbildung: Kaufmännische Fachhochschulreife

 

1. WAS SIND DEINE BEGABUNGEN UND STÄRKEN?

Ich bin jemand, der Begabungen und Stärken bei anderen Menschen erkennt und fördert. Ich bin auch jemand, der Nöte sieht und hilft.

 

2. WAS WAR DEIN BERUFSWUNSCH VOR DEINER BEKEHRUNG? WAS WAR DEINE LEIDENSCHAFT?

Ich wollte früher Polizist werden und die Menschen, die ich nicht mochte, einsperren ?

Neue Kulturen kennen zu lernen und Länder zu bereisen war schon immer eine Leidenschaft von mir. Früher als Kind las ich Bücher und schaute Dokus an, wo es um fremde Kulturen ging.

 

3. WIE BIST DU VON DEINEN ELTERN UND DEINEM ZUHAUSE GEPRÄGT WORDEN?

Ich bin in einem beschützten christlichen Elternhaus aufgewachsen. Meine Eltern zeigten mir früh, dass Gott alle Menschen liebt, egal was sie gemacht haben. Meine Eltern leiten seit 20 Jahren ehrenamtlich eine christliche Gefangenenhilfe, wodurch ich viel Kontakt mit Menschen hatte, denen man normalerweise nicht so begegnet. Ich merkte schon als Kind, dass Gott Menschen verändern kann. Dies beeinflusste mein Leben sehr stark! Ich wusste: Gott ist real.

 

4. WANN UND WIE HAST DU DICH BEKEHRT? WIE KAM DER SINNESWANDEL, PASTOR ZU WERDEN? GAB ES EINE BESTIMMTE SITUATION ALS AUSLÖSER?

Ich wusste, Gott ist real und wirkt heute… Doch was bedeutet das für mich?

Diese Frage stellte ich mir und fand erstmal keine Antwort. Ich lebte mein Leben so, wie es mir gefiel. In der Schule war ich ein anderer, als in der Gemeinde und Zuhause.

Mein älterer Bruder fing an, voller Leidenschaft für Jesus zu brennen und ich merkte, dass ich das auch will. Mit 14 Jahren ließ ich mich überzeugt taufen. Eine Woche später war ich auf einem christlichen Camp, wo ich den lebendigen Jesus in seiner Kraft kennen lernte. Mehrere Stunden lag ich teilweise auf dem Boden und musste lachen und weinen, da ich zum ersten Mal seine Liebe und Herrlichkeit kennen lernte. Mein Leben hat sich komplett verändert! Ich konnte nicht mehr anders, als Menschen zu Jesus zu führen. Deshalb fing ich an, in der Gemeinde Verantwortung zu übernehmen. Ich wusste: Meine Berufung ist es Pastor zu werden.

 

5. HAST DU NICHT SORGE, ALS PASTOR EIN ZIEMLICH LANGWEILIGES UND ANSTRENGENDES LEBEN ZU FÜHREN? VERZICHT, HOHE MORALISCHE ANSPRÜCHE, STÄNDIG NERVIGE MENSCHEN ODER SOGAR ARBEITSLOSIGKEIT?

Ich glaube als Pastor hat man keinen leichten Job. Aber auf keinen Fall einen langweiligen Job! Viele junge Christen haben ein sehr heiles Bild von Gemeinde. Doch selbst in der besten Gemeinde sind unperfekte Menschen und man selber steht mit seinen Fehlern vornedran. Deshalb muss man sich jeden Tag auf Gottes Gnade verlassen. Doch wenn man Jesus in den Mittelpunkt stellt, in allem was man tut und das Feuer der Leidenschaft behält, ist das ein großartiger und erfüllender Dienst.

 

6. KANNST DU ALS UNTERNEHMER ODER POLITIKER NICHT GENAUSO EFFEKTIV DAS REICH GOTTES BAUEN WIE ALS PASTOR?

Als Unternehmer oder Politiker kann man genauso effektiv Reich Gottes bauen wie als Pastor. Vielleicht sogar effektiver, da man in Bereichen Einfluss hat, in die ein Pastor niemals hineinkommen könnte.

 

7. WAS MUSS EIN ANGEHENDER PASTOR UNBEDINGT LERNEN?

SelbstdisziplinZeitmanagement und die persönliche Zeit mit Gott finden! Dadurch erhält man eine gesunde Balance, die in diesem Arbeitsfeld unverzichtbar ist!

 

8. VIELE PASTOREN TRÄUMEN VOM GROSSEN DURCHBRUCH UND GEMEINDEWACHSTUM UND WERDEN ENTTÄUSCHT. EINIGE STEIGEN AUS. WORAN LIEGT DAS DEINER MEINUNG NACH

Es gibt viele verschiedene Gründe, warum Pastoren aussteigen. Die kann man nicht alle aufzählen. Ich nenne mal drei Gründe die aus meiner persönlichen Sicht sehr oft passieren:

  1. Der Pastor richtet sein Fokus auf die Menschen statt auf Gott.

Wer seinen Blick nur auf Menschen richtet, wird schnell enttäuscht und bitter.

Doch wer seinen Fokus auf Gott richtet, kann Kritik annehmen, weiss um seine eigene Schwachheit, aber auch um Gottes Gnade und lebt deshalb gnädiger.

  1. Gemeinde-Fokus anstatt Reich-Gottes-Fokus.

Dies bedeutet, in allem was der Pastor tut und redet, geht es um die eigene Gemeinde. Doch Jesus sagt wir sollen seine Gemeinde bauen. Dies bedeutet, der Pastor braucht eine globale Sicht auf die Gemeinde Gottes. Wer dies nicht hat, dreht sich nur um die eigenen Gemeindeprobleme, die aus einer Gemeindesicht groß aussehen, aber aus der Reich-Gottes-Perspektive (Jesu Perspektive) sehr klein aussehen.

  1. Den “secret place” vernachlässigen

Die persönliche Zeit mit Jesus ist das wichtigste, was ein Pastor braucht! Ohne diese brennt man aus. Man kann für Jesus arbeiten, aber ihn dabei nicht kennen.

 

9. WARUM HAST DU DICH ENTSCHIEDEN, BEI DER THS-AKADEMIE DEINE AUSBILDUNG ZU MACHEN UND NICHT AN EINER ANDEREN THEOLOGISCHEN HOCHSCHULE?

Für mich war es wichtig, nicht nur mein theologisches Wissen aufzubessern, sondern ich will ausgebildet werden und eine Ausbildung ist immer theoretisch und praktisch. Dies ist hier der Fall.

 

10. WAS ERWARTEST DU VON DEN NÄCHSTEN DREI JAHREN?

Ich wünsche mir dass ich in meinen Gaben wachse und neue Gaben entdecke. Ich will von meinen Leiter lernen und sie praktisch unterstützen. Ich glaube, dass neue Aufbrüche in meiner Gemeinde stattfinden werden.

 

11. WENN DU DIR EINE TYPISCHE WOCHE IN 10 JAHREN VORSTELLST – DU DARFST GANZ WILD TRÄUMEN – WIE SÄHE SIE AUS?

Ich sehe mich darin, junge Christen auszurüsten, sie zu festigen im Glauben und als Missionare überall in die Welt auszusenden. Als Missionare in unerreichte Länder, als Missionare in Kirchen, als Missionare in Unternehmen und als Missionare in der Politik.

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