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Was du von deinem Leiter lernen kannst

Autor: Miri Bickel Lesezeit: 4 Minuten

Inhalte lernt und begreift man dann am Besten, wenn man sie praktisch ausführt. Ein altbekanntes Prinzip.
Das gilt auch für Leiterschaft. Sogar noch spezifischer: Wenn du als Leiter oder Pastor möchtest, dass deine zukünftigen Leiter ihr Potential ausschöpfen, dann kannst du aktiv eine Menge dazu beitragen: Indem du ihr Potential erkennst, sie darin förderst und ihnen etwas zutraust.

Und genau das haben unsere Studenten alle gemeinsam: Leiter oder Pastoren, die an sie glauben, ihnen Verantwortung zutrauen und sie in ihrem Potential fördern.

Dabei gibt es viele Dinge, die die Studenten in ihren Gemeinden von ihren Ausbildern, Leitern und Pastoren während ihrer Ausbildungszeit gelernt haben.

Durch ihre Ausbildung an der THS, die bestehend aus Theorie und Praxis den Studenten alles an die Hand geben möchte, das sie für den vollzeitlichen Dienst brauchen, lernen die Studenten eine Sache ganz besonders: Das in der Theorie Gelernte nach den Unterrichtstagen sofort ganz praktisch in ihrer Ausbildungsgemeinde umzusetzen.

Groß zu träumen ist inspirierend

Groß träumen und eine kreative und inspirierende Quelle für seine Leiter sein. Das ist eine der Dinge, die der Student Anton (20) . Anders als die anderen Studenten macht er seine praktische Ausbildung nicht in einer Gemeinde, sondern der Organisation „SHINE Deutschland“ – die Schülerarbeit von Campus für Christus. Auch wenn seine Arbeit dort keine klassische Gemeindearbeit ist, kann er viele Prinzipien der auf Gemeindearbeit ausgelegten Kurse (wie zum Beispiel Gemeindegründung) herunter brechen und bei der Planung von Projekten praktisch anwenden.

Er erlebt an seiner Ausbildungsstätte viel Wachstum, weil er Projekte von seinen Leitern abnehmen darf und den Standard daran hat, ihnen darin dienend zu begegnen. Von seinen Leitern hat er viel über über den Pionier-Herzschlag lernen dürfen. Warum es so wichtig ist, immer groß zu träumen. Und nicht nur das, sondern auch zu Pionieren und in seiner Arbeit exzellent zu sein. Obwohl das manchmal herausfordern sein kann, ist es doch auch unheimlich inspirierend.

„Ich wünsche mir für Pastoren und Leiter, dass sie bereit sind anzuvertrauen, selber groß zu träumen und dieses Mindset schließlich an junge Leiter weitergeben.”

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Potential zu sehen bedeutet etwas zuzutrauen

Mehrwert für das Reich Gottes – ist das nicht der Herzschlag einer jeden Gemeinde? Edem (26) hat vor einem halben Jahr sein Studium an der THS beendet und während seiner Ausbildungszeit eine Menge gelernt. Eine dieser Learnings war, dass es extrem wichtig ist, das Potential seiner Mitarbeiter zu erkennen und sie darin zu fördern. Außerdem gehört zu jedem gesetzten Ziel ein nächster Schritt, der vorzubereiten gilt, um dieses Ziel erreichen zu können. Eines der wichtigen Prinzipien von Selbstmanagement. Gerade für Leiter ist eine ihrer Hauptaufgaben Menschen zu führen. Doch was bedeutet das?

Es beginnt zuerst damit, das Potential in ihnen zu entdecken, sich als Leiter schließlich zu investieren, dieses Potential der anvertrauten Menschen zu entwickeln und sie voran zu bringen, um sie am Ende an den Ort zu führen, an dem Gott sie haben möchte. Damit ein Mehrwert für die Gemeinde entsteht. Weil Menschen ihre Berufung finden und darin freigesetzt werden. Und genau dafür braucht es Leiter. Leiter, die Menschen unterstützen, um ihr Potential zur Entfaltung zu bringen.

Vertrauen und Freiheit fördert Wachstum

Selbstmanagement und Mitarbeiterführung liegen eng beieinander. Seinen Alltag effektiv und gut strukturiert zu gestalten und stets an seiner Beziehung zu Jesus zu arbeiten, beeinflusst maßgeblich auf welche Art und Weise Mitarbeiter geleitet werden. Philip (27) lernt und profitiert viel von dem Vertrauen seines Pastors, zum Beispiel darüber, innerhalb seines Teams klar und richtig zu kommunizieren. Durch das ihm entgegen gebrachte Vertrauen und Freiheit wächst er in seiner Verantwortung und davon profitiert sein ganzer Dienst. Denn wie Leiter durch ihre Leiter geprägt werden, beeinflusst die Art und Weise wie sie selber Menschen führen.

„Meine Beziehung zu Jesus hat Einfluss darauf, wie ich meine Mitarbeiter führe.”

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Feedback bringt voran

Multiplikation, Kommunikation und Leiterschaft: Wichtige Komponente in der Gemeindearbeit. Tabi (26) hat in ihrer Ausbildung von ihren Leitern ebenfalls viel zugetraut bekommen. Sie durfte Bereiche leiten und so in ihrer Leiterschaftsgabe wachsen. Zusätzlich hat erlebt sie, wie sie durch Feedback ihres Ausbilders an ihren Predigtskills wachsen und darin besser werden darf.

Finde den Wiedererkennungswert deiner Kirche

Die Leidenschaft für digitale Medien und für die Gemeindearbeit miteinander vereinbaren – das ist der Wunsch von Celine (23). Und es funktioniert. Von ihrer Pastorin hat sie gelernt, dass man in der Gemeinde sowohl kreativ sein und gleichzeitig mit Menschen in der Gemeinde zusammen arbeiten kann und diese außerhalb der vier Wände von Kirche erreichen kann – durch Kreativität. Medien, wie Grafikdesigns, Fotografie und Video, sind in der digitalen Welt von wichtiger Bedeutung. Und damit auch für die Gemeinden von heute. Deshalb gilt es die Menschen auch dadurch zu erreichen. Und das so kreativ und individuell wie möglich. Um seinen Wiedererkennungswert als Gemeinde zu finden. Eine der besten Vorbereitungen außerdem: Lernen, Dinge und Stress zu bewältigen und auch wenn es viel wird, immer mit Gott durch zu gehen.
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Um Menschen zu erreichen, solltest du ihre Sprache sprechen

Texte formulieren für Predigten, die Website und soziale Medien. Überall hat die Gemeinde mit Sprache zu tun. Und dabei ist es wichtig, die Sprache der Menschen sprechen. Nicht nur in persönlichen Worten auf oder hinter der Bühne, sondern auch in den sozialen Medien. Auch den Blick strategisch auf die Entwicklung der Gemeinde zu legen: Wie baut man als Gemeinde Teams optimal auf? Welche Struktur ist für die Gemeinde und die Menschen in den Teams sinnvoll?
All das sind wichtige Fragen in der Gemeindearbeit. Tim (18) hat in seiner Ausbildungszeit außerdem bisher erlebt, wie wertvoll es ist, wenn es Leiter gibt, die hinter einem stehen und sich investieren. Weil sie zukünftige Leiter aufbauen und befähigen wollen.

Der Einzelne und das große Ganze

Miri (26) darf durch ihren Ausbilder erleben, was es bedeutet das Beste aus jemandem rauszuholen. Und nicht nur das, sondern auch wie man ein Team baut und die Leiter im Team nicht nur optimal zu unterstützen, sondern auch konstant an ihnen dran zu bleiben. Und dabei sowohl den Blick für den Einzelnen als auch die Vision der Gemeinde zu behalten, zu schärfen und stets weiterzuentwickeln. Denn es ist so bereichernd als Leiter den Blick aus dem ihm anvertrauen Bereich manchmal heraus zu nehmen und ebenso ein Gespür dafür zu entwickeln, was die Gemeinde als Ganzes braucht.
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Du willst diese Erfahrungen auch machen?

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