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ICH WILL KEIN 08/15 CHRIST SEIN

Name: Hannah Trommer,
Alter: frische 18 Jahre,
Schulische Vorbildung: Abitur

1. WAS SIND DEINE BEGABUNGEN UND STÄRKEN?

Ich bin ein sehr fröhlicher und offener Mensch und ziehe mit meiner Ausstrahlung Menschen an, kann sie begeistern und mitziehen und darf somit auch Vorbild für Jugendliche sein. Mein Herz fängt an zu brennen, wenn ich von Jesus erzähle und ihn predige und ich dabei Menschen zu Gott führen kann. Ich bin gerne kreativ und habe eine Leidenschaft fürs Singen und Worshippen und liebe es Menschen in eine heilige Atmosphäre und die Gegenwart Gottes zu führen.

2. WAS WAR DEIN BERUFSWUNSCH VOR DEINER BEKEHRUNG? WAS WAR DEINE LEIDENSCHAFT?

Also mit ca. 4 Jahren wollte ich unbedingt Politesse werden, weil ich dieses Gerät so cool fand, was sie immer dabei hatten. Meine Familie fand das allerdings nicht so toll, später war es dann Floristin. Schnell war mir dann aber klar: es muss was Soziales sein. Zeitig habe ich mich schon in die Gemeinde investiert und mitgewirkt.

Und weil es mir so viel Freude gemacht hat, habe ich eine Leidenschaft für den pastoralen Dienst entwickelt und so kam ich an die THS.

3. WIE BIST DU VON DEINEN ELTERN UND DEINEM ZUHAUSE GEPRÄGT WORDEN?

Ich liebe meine Familie und meine Eltern sind einfach die Besten. Als viertes und letztes Kind meiner Eltern bin ich liebevoll, wertschätzend und mit christlichen Werten auf einem Bauernhof aufgewachsen und erzogen worden. Durch meine riesige Großfamilie liebe ich die Gemeinschaft mit Menschen und finde es total öde allein zu sein.

4. WANN UND WIE HAST DU DICH BEKEHRT? WIE KAM DER SINNESWANDEL, PASTOR ZU WERDEN? GAB ES EINE BESTIMMTE SITUATION ALS AUSLÖSER?

Christlich erzogen wurde ich von Anfang an. Aber ganz bewusst für Jesus entschieden habe ich mich zu meiner Taufe 2014, weil ich kein 08/15 Christ sein wollte, der einmal in der Woche zum Gottesdienst geht, sondern endlich auch mal richtig große Wunder erleben wollte.

5. HAST DU NICHT SORGE, ALS PASTOR EIN ZIEMLICH LANGWEILIGES UND ANSTRENGENDES LEBEN ZU FÜHREN? VERZICHT, HOHE MORALISCHE ANSPRÜCHE, STÄNDIG NERVIGE MENSCHEN ODER SOGAR ARBEITSLOSIGKEIT?

Langweilig?! Niemals! Als Pastor wird man immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt und es ist ein sehr abwechslungsreicher Beruf. Es ist so interessant die Lebensgeschichten von Menschen zu erfahren und sie auf einen ganz besonderen Weg zu führen und dabei auch zu begleiten. Es begeistert mich die unterschiedlichsten Gaben und Talente in Menschen zu sehen und auszubauen. Sicher wird es auch manchmal anstrengend sein, aber wo hat man das nicht? Mit dem Bewusstsein, dass ich alles für Gott mache und an seinem Reich mitbaue, fällt einem alles leichter und man hat immer eine positive Grundeinstellung.

6. KANNST DU ALS UNTERNEHMER ODER POLITIKER NICHT GENAUSO EFFEKTIV DAS REICH GOTTES BAUEN WIE ALS PASTOR?

Natürlich kann man das. Man muss sich im Leben schon ziemlich früh orientieren und herausfinden, wo man im Alltag seine Stärken sieht. Das kann in jedem Beruf sein, den man ausführt. Die Herausforderung ist nur, seinen Beruf mit dem Glauben zu vereinen und nicht beides voneinander zu trennen. Mit den unterschiedlichen Berufen hat man unterschiedliche Bereiche, auf die man Einfluss nehmen kann. Und als Christ kann und sollte man immer einen Unterschied machen.

7. IN DER THS-AKADEMIE BEKOMMST DU EINEN REALEN EINBLICK IN DEN ALLTAG EINES PASTORS – WIE SIEHT DIESER AUS? WAS MAGST DU BESONDERS DARAN UND WAS NICHT?

Ich finde es cool, dass ich so schnell schon in das Leitungsteam hineinwachsen durfte und auch Verantwortung übernehmen kann. Natürlich bekommt man als Neuling auch typische Aufgaben, die nicht immer schön sind. Aber die gehören eben auch dazu. Das Leben ist ja auch kein Ponyhof. Und irgendwie ist es auch immer witzig.

8. WAS MUSS EIN ANGEHENDER PASTOR UNBEDINGT LERNEN?

Es muss gelernt sein, wie man eine Gruppe von Menschen führt und leitet, sie in Jüngerschaft trainiert und ihnen den Glauben mit biblischen Grundwerten und geistlicher Tiefe vermittelt und dabei nicht den Bezug zur Realität und die Anwendung auf den Alltag verliert.

9. VIELE PASTOREN TRÄUMEN VOM GROSSEN DURCHBRUCH UND GEMEINDEWACHSTUM UND WERDEN ENTTÄUSCHT. EINIGE STEIGEN AUS. WORAN LIEGT DAS DEINER MEINUNG NACH

Für einen Pastor ist es enorm wichtig, sich seine Zeit gut einzuteilen und die intime Zeit mit Gott nicht zu vernachlässigen und hintenanzustellen, sondern Gott auch immer wieder neu zu fragen, was er will und was sein Plan ist.

Unsere Gesellschaft strebt nach Leistung und Perfektionismus, wo wir uns keine Fehler erlauben dürfen. Gerade Pastoren müssen oft Entscheidungen treffen. Es ist ganz normal auch Fehler zu machen. Die macht jeder Mensch…und man lernt daraus. Wahrscheinlich verlieren viele Pastoren in so einer Situation ihre himmlische Perspektive und lassen sich von den weltlichen Werten bestimmen, davon einschüchtern und geben sich dadurch auf.

10. WARUM HAST DU DICH ENTSCHIEDEN, BEI DER THS-AKADEMIE DEINE AUSBILDUNG ZU MACHEN UND NICHT AN EINER ANDEREN THEOLOGISCHEN HOCHSCHULE?

Ein normales Theologiestudium an einer Universität kam von Anfang an nicht für mich in Frage. Das war mir einfach zu trocken und passt nicht zu mir als Persönlichkeit.

Ich bin ein Mensch, der praktisch aktiv sein will und nicht unzählige Jahre studieren und dann immer noch keine Praxiserfahrung hat. An der THS hat man beides verknüpft und somit genügend Abwechslung. Also genau das Richtige für mich!

11. WAS HAST DU BISHER AM MEISTENS GELERNT? WO HAST DU DICH DURCH DIE AUSBILDUNG VERÄNDERT?

Gleich im ersten Monat habe ich neu gelernt Gott zu vertrauen. Zwar bin ich auch schon vorher bewusst mit meinen Finanzen umgegangen, aber es ist etwas anderes, wenn man plötzlich auf sich allein gestellt ist. Und ich musste auf Gott vertrauen, dass er mir im richtigen Moment genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stellt. Dies ist und bleibt eine Herausforderung! Aber es funktioniert!

12. WENN DU DIR EINE TYPISCHE WOCHE IN 10 JAHREN VORSTELLST – DU DARFST GANZ WILD TRÄUMEN – WIE SÄHE SIE AUS?

Ich könnte mir vorstellen mit meiner eigenen Worship Band international auf Tour zu sein, auf den Bühnen zu stehen und Menschen mit Musik und Zeugnissen aus dem eigenen Leben zu Jesus zu führen. Vielleicht sogar schon das erste Album herausgebacht zu haben. Ich will die Welt verändern und gehorsam sein für das, was Gott mir sagt und aufträgt! 20 Jahre weitergedacht, bin ich dann mit meiner besten Freundin in Afrika. Dort bauen wir gemeinsam ein Waisenheim auf, kümmern uns um die Kinder und versorgen sie medizinisch. Natürlich erzählen wir ihnen auch von Jesus. Wir gründen eine Gemeinde, wo die Kinder den christlichen Lifestyle erleben und ganz zeitig schon in eine Beziehung mit Jesus hineinwachsen. Achso, und eine eigene Familie habe ich natürlich auch schon !

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