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Eine Identität wie David

David ist eine biblische Persönlichkeit
Autor: Jana Scholz   Lesezeit: 4 Minuten

David:
Ein junger König.
Tapfer und selbstsicher stellt er sich dem Riesen Goliath und besiegt ihn.
Mit einer einfachen Steinschleuder.
Unerschrocken. Loyaler Kämpfer.
Weise und gnädig. Held.

Ein unscheinbarer Hirte wird König

David – eine der bekanntesten Figuren aus der Bibel. Er wird als Mann Gottes beschrieben., im Laufe seines Lebens begeht er trotzdem immer wieder Fehltritte, die scheinbar nicht mit einem Mann Gottes zusammenpassen.
Seine Geschichte beginnt sehr unscheinbar und sehr alltäglich. Er ist Hirte, der Jüngste von acht Brüdern und er hat ein musikalisches Talent. Für mich hört sich das erst mal nach einem sehr durchschnittlichen Teenager an, der seinen Platz in dieser Welt sucht. Eines Tages kommt der Prophet Samuel und hat eine außergewöhnliche Aufgabe für einen der Brüder. Er soll einen dieser Brüder zum König salben. Er geht an allen vorbei und dann steht er vor David, diesem unscheinbaren Teenager, der sich mit seinen Schafen in den Bergen umtreibt. Diesen salbt er zum König.
Der Held David

Von den Feinden eingeschüchtert

Mit dieser großen Lebensaufgabe, für die er zu dem Zeitpunkt seiner Berufung noch nicht gewachsen schien, lebt er von da an. Eines Tages befindet sich Israel im Krieg mit einem Feind. Einige der älteren Brüder Davids kämpfen für das Volk Israel an der Front. David, noch zu jung zum Armeedienst, besucht seine Brüder einmal an der Front um ihnen Essen vorbei zu bringen. Das Heer steht seit einigen Tagen still. Auf der Seite des Feindes macht sich ein Vorkämpfer bemerkbar. Ein riesig gewachsener Mann mit guten Waffen ausgestattet und der immer wieder den Soldaten von Israels entgegen schreit, schüchtert die Armee ein.
David geht zu seinen Brüdern und spricht mit ihnen darüber. Natürlich halten sie ihn für einen kleinen Jungen, der Aufmerksamkeit sucht und das Spektakel des Kampfes spannend findet. Doch eine Sache stört David an diesem Kampfszenario: Der Vorkämpfer des feindlichen Heeres beleidigt das Volk Israel und seinen Gott. Er versteht nicht, warum die Armee Israels sich davon einschüchtern lässt.

Der Tausch: Rüstung gegen Steinschleuder

So lässt er sich vor den König führen und bietet seine Kampfkraft gegen diesen Vorkämpfer an. Man muss sich nur mal vorstellen wie er da stand: Ein heranwachsender Junge, mit einem einfachen Gewand bekleidet, einem Hirtenstäbchen und einer Steinschleuder in der Hand. Vielleicht hatte er noch ein schiefes Grinsen, verwuscheltes Haar und  Sommersprossen. Also alles andere als jemand, den man für einen guten Kämpfer in einer Schlacht halten würde. Da dem König keine andere Wahl bleibt, lässt er zu, dass David kämpft. Er leiht ihm seine Rüstung, damit er wenigstens ein bisschen besser ausgestattet ist. David zieht diese Rüstung an und es wirkt fast ein bisschen bizarr: Ein mittelgroßer Junge in der Rüstung von einem König, von dem geschrieben steht, dass er einen Kopf größer war, als alle anderen.
Ich glaube dieser Anblick war sehr lächerlich. So als würde sich ein kleines Kind das Hochzeitskleid der Mutter anziehen oder die Jacke des Vaters – irgendwie süß, irgendwie unschuldig und auf jeden Fall nicht praxistauglich. David sieht so aus als wolle er jemanden darstellen, der er nicht ist. Und der David der Bibel weiß das. Deswegen zieht er sich die Rüstung wieder aus und tritt dem Vorkämpfer stattdessen nur mit seiner Steinschleuder und seinem Hirtenstab entgegen.
Von der Seite des anderen Kämpfers muss es so aussehen, als würden die Israeliten entweder einen schlechten Witz machen oder sehr verzweifelt sein. Er lacht, grölt und beleidigt den Gott Israels weiter. David wird wütend. Er geht auf ihn zu und es verlangt ihm nicht viel ab, dass er ihn besiegt. Er trifft ihn mit einem einzigen Stein und sein Gegner fällt auf der Stelle um. Anschließend nimmt er das Schwert seines Gegners und enthauptet ihn.

Durch Gottes Identität zum Sieg

Die Frage ist: Warum konnte er das? Vielleicht hatte er viel Erfahrung mit wilden Tieren vor denen er seine Schafe beschützen musste. Oder vielleicht war er sehr clever und mutig. Und trotzdem bleibt die Frage: Wie schafft es ein Teenager einen ausgebildeten erfahrenen Kämpfer mir nichts dir nichts zu besiegen?
Ich denke, der David der Bibel, war sich seiner Identität und seines Gottes bewusst. Er war sich bewusst woher seine Identität  kommt und zögerte nicht zweimal, sondern ging direkt in den Kampf und besiegte den Feind. Er war sich bewusst, wer sein Schöpfer und Herr ist und brauchte keine Rüstung, die ihn stark aussehen ließ. Denn stattdessen berief er sich auf die Dinge, die er über sich wusste. Er vertraute seinem Gott und seinen Fähigkeiten, die er von ihm bekommen hatte.
Identität und Berufung
In meinem Leben habe ich immer wieder gemerkt, wie sehr die eigene Berufung an der eigenen Identität hängt. Um herauszufinden, was deine spezielle Berufung ist, ist es wichtig zu verstehen, wer du vor Gott bist, und wer Gott ist. Wenn du beginnst deine Identität weder von äußerlichen Dingen, noch von eigenen Leistungen abhängig zu machen, wirst du automatisch mehr verstehen, was deine Berufung ist. Deine erste Berufung ist es gerettet und geliebt zu sein und deine zweite Berufung ist es Gott anzubeten und ihm zu dienen.
Was auch wichtig zu verstehen ist, deine Berufung ist nicht für dich. Deine Berufung ist für den Herrn. Er rettet und beruft dich zu ihm hin, in Gemeinschaft und in die Beziehung zu ihm. Genau das muss ich mir auch während des Studiums immer wieder bewusst machen, Gott hat alles für mich geben, damit ich verstehen kann wer ich bin um ihn groß zu machen.
Sich auf Gott zu berufen macht zum Helden

Du darfst ein Held sein in der Identität, die von Gott kommt!

David war ein Held in der Bibel, weil er sich auf sein Gott berief. Und genauso kannst du ein Held sein, wenn du dich auf deinen Gott berufst. Gott schenkt dir Gaben und Talent und er möchte, dass du ihm in seinem Reich an einem bestimmten Ort mit diesen Gaben Dienst. Es ist nicht abhängig davon, ob du Pastorin, Missionar, Bäckerin oder Erzieher bist, denn Gott wird dir in der Beziehung, die ihr beide führt, zeigen, was deine Aufgabe im Reich Gottes ist.
Deshalb möchte ich dich herausfordern, dich zu fragen: Wo ist meine Identität wirklich? Gebe ich mir selber Identität oder gibt mir Gott meine Identität? Dann sprich mit ihm darüber. Frag ihn, was für Gaben, Leidenschaften und Träume er in dich gelegt hat, die du heute schon für ihn verwenden kannst. So wie David diese eine – scheinbar nebensächliche – Fähigkeit mit der Steinschleuder an diesem Tag zur Ehre Gottes eingesetzt hat.

Wie geht es bei dir weiter?

Du kannst entscheiden und wir werden dir helfen.

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