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Das ist deine wirkliche Berufung

Berufung entdecken

Autor: Michael Jeckle

Alter: 25

Michael ist Teil des THS Deutschland Teams und kümmert sich um das Marketing und den Vertrieb. Er ist zudem in der Chapel Fürth angestellt und dort Teil des exekutiv Teams.

Heute wollen wir dir eine etwas andere Perspektive auf das Thema „Berufung“ zeigen.

 

Wieso? Weil uns bewusst ist, wie schwer es sein kann, sich für oder gegen einen Weg zu entscheiden. Heute leben wir in einer Welt voller Möglichkeiten. Je mehr Wege es gibt, desto schwerer auch die Entscheidung für das eine oder das andere. Wenn du Jesus kennst und mit ihm durch dein Leben gehst, dann kommt diese Frage nach deiner „Berufung“ immer wieder auf. Kein Wunder bei den vielen Büchern, Predigten, Bibelschulen und theologischen Seminaren.

Hier kommen unsere 3 Tipps für dich auf dem Weg zu deiner Berufung!

 

1. Gottes Charakter verstehen.

Oft sehnen wir uns als Christen nach dem klaren Ruf Gottes. Ein deutliches „Ja“ oder „Nein“. Soll ich Pastor werden? Soll ich Theologie studieren, Gott? Willst du, dass ich diese Ausbildung mache? Diese Fragen lassen uns oft vergessen, dass Gott uns in der Bibel eine Vielzahl an Dingen über das sagt, was wir tun sollen und wozu wir schon berufen sind. Hier einige Beispiele:

Du bist berufen Kind Gottes zu sein (1.Joh.3,2) und in Freiheit zu leben und Menschen zu dienen durch die Liebe von Jesus. (Gal.5,13)
Du bist berufen in Gemeinschaft zu Jesus zu leben (1.Kor.1,9) und nah an seinem Herzen zu sein und Frucht zu bringen. (Joh.15,5)
Du bist berufen einen Unterschied zu machen in dieser Welt und Menschen von Jesus zu erzählen und sie in Jüngerschaft zu führen. (Matt.28,19)

Gottes Herzschlag ist es, dass du und ich einen Unterschied in dieser Welt machen. Egal ob Pastor, Leiter, Mutter, Ingenieur oder Angestellter. Gott wertschätzt jeden Ort, wo du deine Zeit und Kraft investieren wirst.

Wenn du dir Gottes Charakter vor Augen hältst, wirst du schnell merken, dass er es liebt, wenn du dein Bestes gibst. Du wirst merken, dass er dich immer unterstützen wird, wenn du für ihn lebst. Das kann dir Ruhe und Frieden geben für deine Entscheidungen, da du weißt, dass du mit einem gnädigen und liebevollen Gott verbunden bist.

 

2. Berufen und nicht getrieben!

In einem Leiterteaching lässt Leo Bigger einmal tief in sein Herz schauen, als er erklärt, dass er als junger Leiter mehr getrieben von sich selbst und anderen war, als dass er berufen geleitet hat. Wenn wir jung sind und für Gottes Reich Großes bewegen wollen, werden wir oft von unseren eigenen Schwächen und Ängsten geleitet. Dabei dürfen wir uns mehr als alles andere sicher sein, dass Gott uns berufen hat und uns befähigen wird. Wir dürfen in Aufgaben und Träume, die er uns gegeben hat hineinwachsen. Ich kenne das von meiner Arbeit in der Gemeinde nur zu gut, wenn die Mitarbeiter zu wenige sind und die Aufgaben zu groß erscheinen.

Dann lasse ich mich noch zu oft von meiner Angst und meinen schlechten Gewohnheiten leiten. Genau dann bin ich getrieben, aber nicht mehr von Gott geleitet unterwegs.

Vielleicht fängst du gerade deine Ausbildung an oder überlegst dir, ob du auf eine theologische Schule gehen willst um „Vollzeit“ für Gott zu arbeiten. Gib dir selbst Zeit und hör in dich hinein. Lässt du dich von der Angst treiben: “Ohne diese Ausbildung werde ich nichts!“ Oder: „Ich kann nur einen wirklichen Unterschied für Gott machen, wenn ich „Vollzeit“ in einer Kirche arbeite!“ Dann bist du mehr von deiner Angst und dir selbst getrieben und darfst dich jetzt entspannen.

Als Kind Gottes bist du bereits berufen einen Unterschied zu machen. Du wirst es immer packen, weil Gott auf deiner Seite ist.

 

3. Umwege und Hindernisse:

Gerade wir Deutschen haben oft noch ein verzehrtes Bild, wenn wir auf das Thema „Berufung“ schauen. Wir glauben zu oft, dass Erfolg etwas ist, das nur wenigen, sehr begabten und mutigen Menschen zufällt. Wir schauen dabei zu sehr auf das Endprodukt und vergessen, dass diese Menschen, einfache Menschen wie du und ich sind, die Jahre über Jahre investiert haben, um jetzt dort zu sein, wo wir sie sehen. Deshalb trauen wir uns oft nicht den Schritt zu wagen, der vielleicht alles ändern könnte.

Umwege und Hindernisse sind deine größte Chance um ein erfülltes Leben zu leben. Wusstest du das? Du musst nur einmal mehr aufstehen als du hingefallen bist und mit Gottes Hilfe kannst du das auch immer schaffen.

Sie dir die Männer und Frauen in der Bibel an. Waren sie Helden? Ja sicher! Aber sie waren aber auch gewöhnliche Menschen wie du und ich.

Mose traute sich beispielsweise nicht öffentlich zu sprechen, Gott hat ihn dennoch benutzt. Abraham gibt seine eigene Frau in die Hände eines anderen Mannes, aus Angst zu sterben.

Wir haben auf dem Weg in unsere Berufung so viel Angst davor Dinge falsch zu machen, dass wir gar nicht merken, dass wir mitten drin sind.

 

Trau dich auf das Thema Berufung mal eine andere Perspektive einzunehmen, als die, die du bisher vielleicht kanntest. Deine Berufung als Kind Gottes steht fest und dass du einen Unterschied machen wirst auch. Lass dich nicht durch Angst vor Fehlern oder durch Meinungen anderer Menschen treiben, sondern von dieser Berufung leiten. Nimm Umwege und Hindernisse in Kauf um daran zu wachsen und zu lernen. Dann wirst du mehr und mehr deine Berufung leben.

Dein THS TEAM