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In zukünftige Leiter investieren – Warum das so wichtig ist

Autor: Benno Berndt Lesezeit: 4 Minuten
Benno Berndt ist 2012 mit seiner Frau Selma nach Nürnberg gezogen und seitdem Teil der Ecclesia Church. Jahrelang träumten sich davon, irgendwann eine Gemeinde in Ansbach zu gründen. Er lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern dort. Seit Oktober ist er nun Campus-Pastor der Ecclesia Church in Ansbach.

Warum Pastor?

Benno, du bist nun seit Oktober Campus Pastor für den Standort Ansbach der Ecclesia Church. Warum bist du Pastor geworden?

Der Grund dafür war der Ruf von Gott und mein Wunsch in meiner Heimatstadt Gemeinde zu bauen und Menschen zu erreichen mit der besten Botschaft.

ANS Promo ich

Der Ruf zum Pastor

Wie hast du deine Berufung als Pastor gefunden?

Meine Frau und ich sind nach Nürnberg gezogen und haben uns dort dann der Ecclesia angeschlossen. Wir waren begeistert von der Leidenschaft der menschen dort für Jesus und sind große geistliche Schritte gegangen. Der Heilige Geist war uns vorher fremd, doch durften wir ihn hier kennenlernen. Wir fühlten uns sehr wohl und dachten wir bleiben für immer da.

Bis Gott zu uns beiden unabhängig voneinander gesprochen hat, dass wir irgendwann in Ansbach – unserer Heimatstadt – Gemeinde bauen sollten.
Seitdem (2012) war der Wunsch und das Feuer dafür in unseren Herzen.

Daher habe ich angefangen, Theologie zu studieren und durfte ganz viel praktische Erfahrung durch die Mitarbeit in der Ecclesia sammeln.
2017 sind wir dann nach Ansbach gezogen und haben dort letztes Jahr einen Standort der Ecclesia Church gegründet. Gott ist treu!

Was ein THS-Student mitbringen sollte

Was müsste deiner Meinung nach ein THS-Student mitbringen bzw. wie stellst du dir einen THS-Studenten vor?

Das Allerwichtigste: einen klaren Ruf von Gott dazu!
Außerdem ist Liebe zu Gott und Menschen natürlich unabdingbar, genauso wie eine gute Haltung, insbesondere Belehrbarkeit und Exzellenz meiner Meinung nach auch super wichtig sind.

Warum eine Kooperation mit THS?

Ihr kooperiert nun bereits seit mehreren Jahren als Ausbildungsgemeinde mit der THS. Was hat euch als Gemeinde damals dazu bewegt, bei der THS ausbilden zu lassen?

Die Verbindung von theoretischer und praktischer Ausbildung ist einzigartig. Während des Studiums schon zum Teil große Verantwortung als Leiter wahrnehmen zu können ist eine riesige Chance für die Studenten und eine große Bereicherung für uns als Kirche.
Was würden wir nur ohne unsere THS’ler machen?
Sie sind absolut nicht wegzudenken.

Fordern & fördern

Was sollte die Ausbildungsgemeinde deiner Meinung nach mitbringen?

Die Ausbildungsgemeinde sollte auf jeden Fall die Bereitschaft und Kapazitäten mitbringen, sich in die Studenten investieren zu wollen.
Außerdem den Mut, die Studenten in Verantwortungspositionen zu setzen, unabhängig von ihrem Alter.

Es sollte ein Gleichgewicht zwischen fördern und fordern vorhanden sein, denn das ist beides immens wichtig um persönlich und in Leiterschaft zu wachsen.

Der Gewinn des dualen Systems
Wovon würdest du sagen, profitiert ein THS’ler und wovon die Gemeinde durch das duale System?

Die THS’ler lernen durch das duale System ganz praktisch, wie Gemeindearbeit aussieht, was es heißt Teams zu leiten, Menschen und sich selbst zu führen und geistliche Verantwortung zu haben.

Dadurch entdecken sie auch noch mehr, wo ihre Stärken und Schwächen liegen und wo sie an sich arbeiten müssen. Durch all das werden sie sehr gut auf das Berufsleben vorbereitet.

Die Gemeinde profitiert davon, dass sie nah an ihren Studenten dran sein kann und maßgeblich an ihrer Ausbildung beteiligt ist. Außerdem: Welche Gemeinde wünscht sich nicht motivierte, engagierte junge Mitarbeiter und Leiter, die viel Potential mitbringen und auch noch Zeit haben?

Der Alltag der THS-Studenten
Was lernen die Studenten ganz praktisch bei euch? Wie sieht der Alltag in der Ausbildung in eurer Gemeinde aus?

Wir haben derzeit 5 THS-Studenten, die in unterschiedlichen Bereichen tätig sind – alle in einer Leiterposition. Sie leiten Teams, koordinieren Bereiche oder sind Teil der Leitungsteams unserer Standorte. Sie sind also an vorderster Front und prägen unsere Kirche entscheidend mit.

Der Alltag sieht je nach Bereich sehr unterschiedlich aus. Was allen gemeinsam ist: Donnerstag vormittags haben wir die sogenannte “Chapel”, bei der alle Angestellten, unsere Momentum College Studenten sowie auch die THS’ler teilnehmen.
Dort haben wir eine Worship-Zeit, hören einen Input über Leiterschaft und starten so den Tag und die Arbeitswoche der THS’ler gemeinsam.

Gründe für eine Kooperation mit der THS
Wieso würdest du anderen Gemeinden empfehlen bei der THS ausbilden zu lassen?

Als Kirche hast du die Möglichkeit (deine) zukünftigen Leiter und Pastoren über Jahre hinweg zu prägen und in deren Wachstum zu investieren. Und das sehr intensiv, da sie ja schon 50% ihrer Arbeitszeit in die Gemeinde einbringen. In dieser Intensität ist das bei Ehrenamtlichen kaum möglich.

THS’ler auszubilden ist eine Investition, die sich lohn! Egal, ob du sie nach dem Studium in deiner Gemeinde anstellen kannst oder nicht, das Reich Gottes wird gebaut und es braucht Leiterschaft!