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4 WESENTLICHE SCHRITTE, WIE DU DEINE SCHULDGEFÜHLE ÜBERWINDEN KANNST

Ein junger Mann stand vor Gericht. Er hatte zu viel getrunken, saß am Steuer und fuhr in das Auto einer Familie. Beide landeten im Straßengraben. Die Familie starb. Er überlebte.

Der Richter saß hinter seinem Pult auf dem Richterstuhl. Er blickte in die verzweifelten Augen des jungen Mannes. Die Chancen standen schlecht für ihn.

 

  1. Keiner kann das Ziel erreichen

Wir sind für eine vollkommene Welt geschaffen. Das ist der Grund, warum wir immer nach Vollkommenheit streben, obwohl wir immer und immer wieder enttäuscht werden.

Unser Leben ist wie eine Waage.

Wir stehen auf der einen Seite einer Waage, auf der anderen Seite steht der vollkommene Gott. Er ist vollkommen gut und vollkommen erfolgreich in allem, was er tut.

Egal wie wir uns anstrengen…wir schaffen es nicht, vollkommen zu sein.

Du denkst: Andere machen das besser als ich?

Mutter Teresa ist auf jeden Fall besser. Ja, Mutter Teresa ist in der Tat ein größeres Gewicht. Aber kommt sie viel näher an Gott ran? Ist sie fast so gut wie Gott?

Nein!

In der Bibel steht:

Römer 3, 10: “Es gibt keinen, auch nicht einen einzigen, der ohne Sünde ist.“

Wirklich schmerzhaft werden unsere Schwächen, wenn sie unser Leben extrem beeinträchtigen. Wenn meine Ehe daran zerbricht, oder meine Kinder auf die schiefe Bahn geraten, oder ich meine Arbeit verliere.

Wenn ich versage.

Dann können unsere Fehler und Schwächen wirklich den Boden unter den Füssen wegreißen. Ständige Schuldgefühle halten uns fest.

Deshalb fangen wir an zu kämpfen:

 

  1. Selbstrechtfertigungen helfen nicht

Der Rechtsanwalt des Angeklagten argumentierte:

„Mein Mandant war nicht zurechnungsfähig. Der Druck seiner Scheidung trieb ihn zu erhöhtem Alkoholkonsum. Der Unfall mit dem Auto der Familie geschah nicht aus Absicht und war nicht direkt sein Verschulden.“

Die Zuschauer waren hin und her gerissen. Die meisten stimmten für schuldig.

Hier vier menschliche Versuche, uns aus den schmerzenden, unerfüllten Wünschen und Situationen zu befreien:

 

1. Schuldzuweisung

„Durch meine Ehe habe ich mich zum Schlechten verändert!“

„Meine Eltern haben mich so geprägt!“

 

2. Selbstanklage

„Ich bin einfach ein Loser!“

„Ich werde total versagen!“

 

3. Perfektionismus

„Es ist nie genug!“

„Ich bin nie genug!“

 

4. Resignation

„Das ist zu schwer für mich!“

„Ich erwarte gar nichts mehr! Ich kann ja nur enttäuscht werden.“

 

Aber diese Versuche bringen die Waage nicht ins Gleichgewicht. Im Grunde genommen helfen sie gar nichts. Manchmal wird es noch schlimmer, weil wir Menschen verletzten oder uns in Drogen verlieren.

Meine eigenen Lösungsversuche bestätigen einfach nur, dass ich zu schwach bin. Das ist als wenn eine Ameise versuchen würde, einen Elefanten hoch zu heben. Sinnlos.

Römer 3, 19: “Deshalb kann sich keiner herausreden. Unsere Taten können uns nicht befreien!”

Aber – Gott sei Dank – gibt es eine erfolgreiche Lösung:

 

  1. Gott springt für uns ein

Ein Gewicht, das sich mit uns auf die Waage stellt und alles rausreißt.

Und genau diesen Plan hat sich Gott selbst ausgedacht. Etwas, was unsere Schwächen bedeckt, unsere Schmerzen lindert, uns befreit, unsere Fehler korrigiert und das, was wir nicht tun können, erledigt.

Gott hat sich überlegt, dass er selbst durch seinen Sohn Jesus diese ganze Kluft ausfüllen will:

Römer 3, 22 “Gott spricht jeden von seiner Schuld frei und nimmt jeden an, der an Jesus Christus glaubt. Nur diese Gerechtigkeit lässt Gott gelten.”

… was sich keiner verdienen kann, schenkt Gott in seiner Güte: Er nimmt uns an, weil Jesus Christus uns befreit hat. Um unsere Schuld zu sühnen, hat Gott seinen Sohn am Kreuz für uns verbluten lassen.

Das erkennen wir im Glauben und darin zeigt sich, wie Gottes Gerechtigkeit aussieht. Bisher hat Gott die Sünden der Menschen einfach ertragen; er hatte Geduld mit ihnen. Jetzt aber vergibt er ihnen ihre Schuld und erweist damit seine Gerechtigkeit.

Gott allein ist gerecht und spricht den von seiner Schuld frei, der an Jesus Christus glaubt.

Also steht fest: Nicht wegen meiner guten Taten werde ich von meiner Schuld freigesprochen, sondern erst, wenn ich mein Vertrauen allein auf Jesus Christus setze.

HAMMER:

Das ist der größte Liebesbeweis, den wir uns vorstellen können: Jesus tritt für unsere Schwächen und Fehler ein. Er füllt die Lücke aus.

 

Am Ende schwieg die Menge und hörte das Urteil des Richters. Er stand auf. Er blickt den Angeklagten an. Der haftete seinen Blick auf den Boden.

„Hiermit erkläre ich den Angeklagten für schuldig. Die Beweise sind eindeutig. Er wird zu 20 Jahren Haft verurteilt.“

Alle waren wie versteinert.

Dann zog der Richter seine Robe aus. Er stieg die Treppen herunter und stellte sich vor den Angeklagten. Er drehte sich zu den Zuschauern, dann zum Staatsanwalt, zum Rechtsanwalt und dann zum leeren Richterstuhl.

„Hiermit trete ich an die Stelle des Angeklagten und nehme die Strafe auf mich. Der Angeklagt ist hiermit frei.“

Der Gefängniswärter klickte die Handschellen in die ausgestreckten Hände des Richters ein und führte ihn ab.

 

  1. Gott will, dass wir Jesus gleich sind

Und jetzt? Können die Menschen einfach weiter sündigen? Sich gegenseitig verletzen? Das soll eine Lösung sein?

Römer 6,2 Natürlich nicht! Als Christen sind wir für die Sünde tot. Wie könnten wir da noch länger mit ihr leben? Ihr wisst doch, was bei der Taufe geschehen ist: Wir sind auf den Namen Jesu Christi getauft worden und wie Christus durch die Herrlichkeit und Macht seines Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir ein neues Leben führen.

Ich hatte als Kind lange Schwierigkeiten Fahrrad fahren zu lernen. Ich weiß noch genau, wie mein Vater neben mir her gelaufen ist und mich fest gehalten hat. Das war ein tolles Gefühl, den Wind im Gesicht zu spüren. Aber dann hat mein Vater mich kurz losgelassen. Ich schrie auf:  „Vaaater!“ Ich kippte zur Seite und konnte mich gerade noch mit den Füssen auffangen. Ich weinte.

Mein Vater erklärte mir, dass ich keine Angst zu haben brauche, weil er mich auf jeden Fall gehalten hätte, bevor ich wirklich hingefallen wäre.

Ich probierte es noch mal. Ein paar mal kippte ich. Aber als ich merkte, dass mein Vater mich WIRKLICH fest hielt, gewann ich einen so großen Mut, dass ich so richtig in die Pedalen trat. Und siehe da: Ich fuhr in Speedy-Geschwindigkeit auf unserem Parkplatz hin und her. Mein Vater stand am Ende applaudierend am Rand.

Weil ich wusste, dass mir nichts passieren konnte, war ich mutig genug zu fahren.

Jesus springt für uns ein! Aber er hat tatsächlich eine Bedingung:

Wir sollen lernen so zu leben, wie er es uns vorgelebt hat.

Römer 6: Dient vielmehr Gott mit allem, was ihr seid und habt. Entweder entscheidet ihr euch für die Sünde und werdet sterben, oder ihr hört auf Gott, und er wird euch annehmen. Aber Gott sei Dank! Ihr seid nicht mehr hilflos der Sünde ausgeliefert, sondern ihr hört von ganzem Herzen auf das, was Jesus euch gelehrt hat. Denn nachdem ihr von der Herrschaft der Sünde wirklich frei geworden seid, könnt ihr jetzt Gott dienen und das tun, was ihm gefällt.

Jesus ist wie mein Vater früher bei meinen Fahrradfahrübungen: Während wir uns bemühen, ein Leben zu führen, das Gott gefällt, fängt er uns auf, wenn wir es mal nicht schaffen.

Wie oft?

Immer.

Und nun noch mein Tipp, wie das jetzt in deinem Leben praktisch werden kann:

Mach deine Entscheidung für Jesus fest!

So ähnlich wie bei einer Hochzeit. Werde ein bekennender Nachfolger Jesu.

Wie?

Wenn du dich noch nicht bewusst hast taufen lassen, dann lass dich taufen!

In der Taufe tauchst du dein altes Leben mit allen Fehlern und Schwächen im Wasser unter und stehst dann mit Jesus als Zentrum wieder aus dem Wasser auf. Eine wirklich lebensverändernde Handlung.

Sprich heute noch mit deinem Pastor, wenn du fester Teil einer Kirche bist.

Wenn du keine Kirche hast, kannst du das bei unserer GIVICI-Kirche tun. Wir taufen jedes Jahr Menschen im Rhein. Melde dich einfach über unseren Youtube-Kanal.

Hast du dich schon aus eigener Entscheidung taufen lassen, dann festige die Entscheidung für Jesus mit dem Abendmahl. Im Abendmahl sagst du noch einmal „Ja“ zu der tiefen Gemeinschaft mit Jesus und seiner Kirche. Das Brot und der Wein sind Symbol für das Opfer, das Jesus dir mit seinem Leben gegeben hat.

Du kannst das Abendmahl mit deinen christlichen Freunden nehmen. Einfach bei dir zu Hause. Wortwörtlich geht das durch Mark und Bein!

Dein Leben ist ein Geschenk Gottes. Am Ende wird alles gut. Wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

Und nun bist du dran: Fragen? Eigene Erlebnisse? Schreibe sie unten in die Kommentare und wir können gemeinsam lernen.

Gnädige Grüsse
deine Inga

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